Der Archway-Rahmen: vier Bögen der Einordnung
Unsere Methodik strukturiert Gespräche über künstliche Intelligenz im algorithmischen Handel — von der Datenlage bis zur Entscheidungsfähigkeit des Gremiums.
Bogen 1 — Auftrag und Anlagekontext
Wir klären, welches Kapital, welcher Horizont und welche Liquiditätsregeln gelten. Ohne diesen Rahmen bleiben Modellkennzahlen ohne Bezug. Hier entscheiden wir auch, ob eine Flagship-Sitzung, ein Workshop oder ein Review das passende Format ist.
Bogen 2 — Daten und Labels
Welche Märkte, Frequenzen und Features fließen ein? Wie werden Ziele definiert (Rendite, Drawdown, Klassifikation)? Wir suchen nach Look-ahead-Risiken und nach Zeiträumen, die das Modell nie gesehen hat.
Bogen 3 — Handelsregeln und Kosten
Aus Vorhersagen werden Orders. Wir prüfen Positionsgrößen, Stop-Logik, Slippage-Annahmen und Gebühren. Ein Modell mit starker Trefferquote kann nach Kosten unbrauchbar sein — das gehört in dieselbe Diskussion wie die KI-Architektur.
Bogen 4 — Governance und Grenzen
Wer darf Parameter ändern? Wie wird ein Regimebruch erkannt? Welche Eskalation gibt es, wenn Live-Kennzahlen vom Backtest abweichen? Dieser Bogen verhindert, dass „KI“ zur Ausrede für fehlende Verantwortung wird.
Was die Methodik bewusst auslässt
Wir bewerten keine Kursziele einzelner Titel und erstellen keine Trading-Signale. Die Methodik dient der Lesbarkeit von Annahmen — sie ersetzt weder eine gesetzliche Anlageberatung im Sinne der Bankenaufsicht noch eine Wirtschaftsprüfung.
Mandanten erhalten nach Flagship-Sitzungen denselben Phasenaufbau im Kurzbericht, damit Gremien die Punkte nachverfolgen können.